Von Andreas Thiel

50 Jahre Wassersport-Verein Seeblick e.V. in Dersau

50 Jahre Wassersport-Verein Seeblick e.V. in Dersau

Am 01.08.2020 feierten wir, im Rahmen der Möglichkeiten, unter Einhaltung der „CoVID-19-Regularien“, unser 50 jähriges Vereinsbestehen. Die Feierlichkeit fand nahezu ausschließlich im Kreise unserer Vereinsmitglieder statt. Besonders gefreut habe ich mich, dass sowohl der Bürgermeister von Dersau – Herr Beiroth – als auch die Seniorensportbeauftragte des Kreissportverbandes Plön – Frau Müller – unserer Einladung gefolgt sind und ein paar warme Worte über unseren Verein verloren haben.

Neben ihrer Rede verlieh Frau Müller unserem Vereinskameraden Heiner Quast für seine 26-jährige Tätigkeit im Ehrenamt als Kassenwart die goldene Ehrennadel.

Sehr gefreut habe ich mich darüber, dass mir die Ehre zuteilwurde, dass ich unser einzig noch lebendes Gründungsmitglied – Horst Rathje – zum Ehrenmitglied des WVSD ernennen durfte. In seiner nunmehr 50-jährigen Vereinszugehörigkeit hat er ein hohes Arrangement für den Verein gezeigt.

Toll fand ich auch, dass zum Ende des offiziellen Teils das Ehepaar Evert für ihre unermüdlichen Segelstunden auf dem Plöner See von unserem Hafenmeister Frank Behrens mit einer kleinen Aufmerksamkeit bedacht wurden.

Auch unser „neues“ großes Motorboot wurde an diesem Tag getauft. Frank hielt in seiner Funktion als Hafenmeister den Taufspruch mit tatkräftiger Unterstützung durch unser jüngstes Vereinsmitglied Anna und unserem Ehrenmitglied Horst.

Ich hatte einen aufregenden Tag und habe ihn sehr genossen. Ich konnte mit vielen Anwesenden schnacken und ein bisschen in der Vergangenheit schwelgen und auch über unsere Zukunft philosophieren.

Für das Zusammengehörigkeitsgefühl in unserem Verein war die Veranstaltung ein voller Erfolg.

Ein großes Dankeschön geht an alle, die intensiv an der Vorbereitung, Unterstützung und Ausführung der 50 Jahrfeier geholfen haben.

 

Euer 1. Vorsitzender

Von Andreas Thiel

Saisonauftakt 2020 …

Saisonauftakt 2020

Nach dem verzögerten Start des Stegaufbaus konnten wir zum Saisonauftakt – auch verstärkt durch die Gastlieger - eine komplett belegte 1. Stegreihe begrüßen. Das Wetter am letzten Junisamstag war perfekt für gemeinsames Flottillensegeln auf dem Plöner See. Mit 15 Jollen, Katamaranen und Dickschiffen ging es quer über den See in die Bucht von Dörnick. Dort ankerten wir im Päckchen und genossen einen chilligen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen. Gegrillt und gebadet wurde natürlich auch. Wir haben uns wie in die Karibik versetzt gefühlt. Herrlich !!!

Am Sonntag war das Wetter wieder etwas norddeutscher und es fanden sich 8 Jollen und Dickschiffe für eine Yardstick-Übungsregatta zusammen. Von Dersau ging es vor dem Wind nach Alswarder und auf der Kreuz zurück nach Dersau. Wir freuen uns mit Jarek, dass er mit seiner OK-Jolle als kleinstem Boot der Flotte als Sieger nach berechneter Zeit durch das Ziel ging.

Von Mitglied

Erste Erlebnisse mit neuem Boot …

Wie in meinem Bericht letztes Jahr erwähnt, hatten wir uns Ende der Segelsaison 2015 ein anderes Boot gekauft. Die neue Saison sollte dann nicht mehr mit zwei Katamaranen, sondern einem Dickschiff und dem Hobie 17 starten. Unseren Ho-bie 16 hatten wir im Frühjahr zum Glück kurzfristig verkaufen können.

Pünktlich zum Saisonbeginn, wurde uns unser „neues“ Boot von den vorherigen Besitzern an den Plöner See auf den Campingplatz geliefert. Dank unserer ver-ständnisvollen Campingplatzvermieter –Familie Banck – konnten wir unser Boot erstmal auf der Campingwiese parken. Da wir uns ja doch etwas mehr mit dem neuen Boot vertraut machen mussten, und wir auch noch keine Erfahrung in der Pflege eines Dickschiffes hatten, wollten wir nicht über einen längeren Zeitraum die Wiese vor dem Vereinsgelände blockieren. Auch fanden zur selben Zeit ja die Arbeiten zum Brückenaufbau statt. Heiner hat die meiste Zeit für die Arbei-ten am Boot investiert, da wir zeitgleich auch noch ein neues Vorzelt bekommen haben, und dieses erst einmal aufbauen mussten. Es sah aber schon toll aus, un-ser neues Boot. Ich hatte es ja bisher nur im Wasser gesehen. Seinen Platz fand die J22 schnell in der ersten Stegreihe neben der Mak7.

Zum Ansegeln in Godau sind wir dann zu fünft (Heiner, Olli, Joshua, Julian und ich) gesegelt. Das Wetter war zwar nicht so toll, aber dank des Besuches der letzten Hanseboot hatte ich ja entsprechende Segelkleidung. Es war unser erster Segeltörn mit unserem Neuzugang und es war super, da wir dies auch gemein-sam mit unseren Kindern erleben konnten!

Am nächsten Tag haben wir das Boot dann wieder aus dem Wasser genommen und es getauft. Unsere Taufpatin war Britta, die eine ganz tolle Rede gehalten hat. Beim Übergießen des Bootes mit Sekt hatte Sie sich dann Joshua als Unter-stützung geholt. Nun hat unsere J22 einen Namen: DieJay!

Bereits im Juni war ich schon mehr gesegelt, als die beiden Jahre zuvor insge-samt. Ich bin begeistert von unserem Schiff und freue mich immer noch, dass wir uns dieses Boot gekauft haben. Nachdem ich schon bei unserem Probesegeln auf der Kieler Förde gesteuert hatte, hielt mich auch jetzt nichts davon ab ans Ruder zu gehen. Wenn wir unterwegs waren, wechselten wir uns immer wieder mit dem Steuern ab. Selbst unsere beiden Jungs wollten dies mal ausprobieren. Bei Julian merkt man schnell, dass er noch gar kein Gefühl dafür hat. Er ließ sich sehr schnell ablenken und steuerte dementsprechend in die falsche Richtung. Jo-shua konnte dies schon eher. Beide hatten aber auch Spaß einfach nur vorne auf dem Bug zu sitzen und über das Wasser zu schauen.

Insgesamt hatten wir viele tolle Törns mit unserem Boot, z.B. Ausflüge nach Plön zum Eis essen oder spontan abends nach dem Grillen den Sonnenuntergang auf dem Wasser genießen (natürlich mit Wein, Bier und Fanta sowie Naschis an Bord!!!).

Unsere Vereinsmeisterschaft haben wir dieses Jahr mit zwei Booten bestritten. Olli wollte mit dem Hobie 17 starten, hatte er doch zum Geburtstag einen neuen Gennaker bekommen. Ich bin dann mit Heiner und Joshua (er wollte unbedingt Regatta segeln um auch einen Preis zu bekommen) auf DieJay gesegelt.
An dem ersten Wochenende hatten wir viel Wind, und am Sonnabend sind auch mehrere Boote gekentert. Wir hatten uns kurzfristig dazu entschieden ohne Spinnaker zu segeln, welches sich als richtige Entscheidung herausstellte. Nach-dem unser erster Lauf nicht optimal war, haben wir im zweiten Lauf richtig gut gelegen.

Mit einer leichten Blessur Heiners, als er mit seinem Gesicht den Baum gestreift hat (Joshi war gleich mit dem Erste Hilfe-Kasten zur Stelle), kamen wir an Land und hatten uns gut geschlagen. Am Sonntag hatte der Wind etwas nachgelassen und wir waren diesmal zu fünft an Bord. Julian wollte diesmal auch mit, und nachdem beim 17er das Großsegel kaputt gegangen war, hatten wir auch Olli an Bord. Für den Gewichtstrimm war dies sogar optimal und auch dieser Lauf lief gut. Wir hatten an diesem Wochenende insgesamt einen 2. und zwei 1. Plätze gemacht.

Da Heiner im September allerding wieder nach Amerika wollte, fehlte mir plötz-lich der Steuermann. Ich wollte unseren guten Platz allerdings nicht kampflos aufgeben, also entschied ich mich selber zu steuern. Musste nur noch eine neue Crew her. Joshua wollte natürlich auch wieder dabei sein. Ich habe dann kurzer-hand Volker gefragt, der war auch gerne bereit mich zu unterstützen.
Da wir allerdings auf der Langstrecke auch mit Spinnaker segeln wollten, musste natürlich noch ein weiteres Crewmitglied gefunden werden. Mit Melli Bandow war dann unsere Crew komplett. Damit hatte ich ein erfahrenes Regatta-Team zusammen.

Da wir es nicht mehr geschafft haben, vorher nochmal zusammen auf der DieJay zu segeln, stand uns ein kleines Abenteuer bevor. Nachdem wir vor dem Start einmal kurz das Spi-Setzen geprobt hatten, ging es auch schon los. Meine Nervo-sität vor dem Start war sehr groß, allerdings hat Volker mich hier problemlos durchgelotst und wir waren kurz vorm Hellok auch schon erstes Dickschiff.

Durchs Hellok durch war auch kein Problem, allerdings hatten wir danach einige Schwierigkeiten, den Spinnaker richtig zu setzten, und er verhedderte sich. Dies kostete uns leider wieder unseren Vorsprung und die Mak7 und auch das S-Boot mit Frank und Angi überholte uns. Aber wir ließen uns davon nicht beeindrucken und wir umrundeten souverän die Hankenburg. Im Hellok trafen wir dann wieder auf die Mak7 und im nu waren wir wieder auf Kurs. Wir schafften es zwar nicht mehr vor der Mak7 durchs Ziel zu kommen, aber deren Vorsprung war nicht aus-reichend um uns zu schlagen.

Am Ende wurden wir Vereinsmeister! Joshi freute sich sehr, hatte er doch seinen ersten „Pokal“ mit ersegelt. Und ich habe mich extrem gefreut, war es doch mei-ne erste Regatta auf unserem neuen Boot und unter anderem auch als Steuer-mann. Mal sehen, ob ich nicht nächstes Jahr auch auf dem Dersauer Treff mal als Steuermann an den Start gehen werde.

Eure Sandra

Von Mitglied

Grillen kann so schön sein …

Wir haben uns einen Grill für unser Boot zu gelegt. Nun galt es den neuen Grill auszuprobieren. Britta und Andi hatten einige Freunde eingeladen. Das war die Gelegenheit. Es war ein schöner Sommertag mit leichtem Wind. Ideal!

Heiner hat sich mit seiner J 24 angeschlossen, so konnten alle mit. Wir verabre-deten uns in der Ascheberger Bucht. Unterwegs war der Wind nicht mehr so leicht, dass das Einschenken des Aperol Spritz nicht mehr ganz so einfach mach-te, aber nun auf dem Wasser muss man eben mit Veränderung der Standfestig-keit rechnen.

In der Bucht angekommen haben wir die Boote nebeneinander gelegt.

Der Grill war mit wenigen Handgriffen am Heckkorb befestigt. Die Gasflasche angeschlossen, das Feuer angezündet und Ruckzuck waren die Würstchen heiß. Lecker !

Das Wasser lud zum Baden ein und der eine und andere konnte dem nicht Wie-derstehen und sprang ins Wasser.

Nachdem die Würstchen verputzt und die Getränke leer waren, hissten wir die Anker und alle segelten rundum Glücklich zurück.

Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Saison mit hoffentlich viel Sonne und natürlich Grillwurst auf dem Wasser.

Silke und Detlef